The worm is supposed to be in

Man kann die vier freien Tage kaum geniessen, wenn mna wieder an die arbeit denkt, aber ich geb mein bestes =)

Letztens haben wir sogar Paparika sortiert. Was eine wunderbare Abwechslung! Aber genauso beschissen. Wobei ich mittlerweile an die Tomaten gewoehnt habe. Traurigerweise ist sogar Routine in meine Handgriffe gekommen... Gott, lass mcih nciht verbloeden!

 

Aber Sophia und ich haben uns entschieden nur noch eine Vier-Tageschicht zu arbeiten und dann weiter zu reisen =) Will nicht die Zeit hier verplaempern und Geldmaessig ist es auch erstmal entspannt. Also gehts hier endlich weg in einer Woche, dann wollen wir die Town of 1770 bestaunen, Fraser Island erkunden und dann hoffentlich Gerald besuchen =)

Gerald wohnt in Coloundra, direkt an der Sunshine Coast und hat uns zu sich eingeladen. Will mir sogar das surfen beibringen. Lustiger Weise denkt er, dass Sophia und ich nicht schwimmen koennen, weil Sophia gemeint hat, dass sie nicht so gut Luft beim schwimmen bekaeme. Das Missverstaendniss muss ich unbedingt aus der Welt schaffen. Nur weil ich aus Deutschland komme, bin ich noch lange kein Hintlerwaeldler!

Ich ahbe ihn vorkurzem gefragt wie schlimm mein Englisch sei. Ich zitiere: "Your english is fine I understand everything." Hmm, ist klar. Ist wie: "Ja ist ok." Ich habe ihm dann von Frau Hoeppe erzaehlt, hab sogar das Hugh-Grant-Verhalten und MC Donalds Frisur erwaehnt! Moechte Frau Hoeppe an dieser Stelle fuer ihren wunderbaren Unterricht danken, denn beinahe alles, was wir bei ihr  gelernt haben, ueber Australien, kann ich mittlerweile wiederlegen. Aber scheint ja keinen beim Abeitur gestoert zu haben =) Ich sollte ihr vielleicht mal eine E-mail schreiben...

Hab sogar mein erstes Telefongespraech mit ihm ueberlebt. Auf Englisch! Ja, da war cih stolz auf mich. Habe zwar zwischen durch fuer eineige Lacher gesorgt, aber er mag das wohl =)

 

Nun gut meine Lieben, meine Schwester hat mir Bilder aus dem verschneiten Deutschland geschickt. Es ist so komisch Schnee zu sehen, vorallem, wenn man edenkt, dass schon lange kein richtiger Schnee mehr in Deutschland gelegen hat. Will Schlittenfahren! Die Erderwaermung zeigt nun also doch ihre Auswirung. Uebrigens wundert es mich ueberhaupt nciht mehr, dass sich hier die Ozonschicht verabschiedet hat. Ich haette mcih auch verpisst!Die lassen hier einfach ihr Auto laufen. Als wir Z.B unsere keline Autopanne hatten, hat uns ja ein netter Herr das Autro mit Benzin gefuellt und einfach dabei mal 12min sein Autolaufen lassen. Das machen hier alle so! Unglaublich. Verkehrte Welt.

 

Wenn ich wieder da bin gibts ne ordentliche Schneeballschlacht, ja?

 

5 Kommentare 27.11.08 03:34, kommentieren

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Angriff der Killertomaten

Kaum zwei Stunden nach meinem letzten Blogeintrag, bekamen wir einen anruf und auch einen Job. Tomatenpacking. Ich dachte: Geil, nicht in der Mittagshitze auf dem Feld, nur am Fliessband stehen und Tomaten einpacken. ICH DACHTE! Mittlerweile habe ich schon vier Arbeitstage hinter mir und es ist der blancke Horror! Stupide Arbeit, die auf Koerper uns Seele wirkt. Richtig stupide Arbeit ist das!

Ich muss also jeden morgen um 06 Uhr anfangen und dann beginnt mein 12 Stunden Tag. Richtig, ich stehe 12 Stunden vor den Sheds und dann push ich den Button und die Tomaten fallen in den Karton, dann werden die beschissenen rausgesucht, Karton beschriftet und dann wieder von vorne. Klingt einfach, ist es aber nicht, denn die Tomaten kommen am laufenden Band ohne Pause, man kann sich keine Minute ausruhen. Nach 2 1/2 Stunden gibts dann immer eine Pause und glaubt mir, 2 1/2 Stunden koennen lang sein. Man packt hunderte Kartons und glaubt eine halbe Stunde sei vergangen, aber es sind dann meistens nur 2 Minuten. Und wenn man dann Pause hat (die im uebrigen schnell vergehen) weiss man, dass man gleich die selbe Scheisse nochmal so lang durchhalten muss. Bis 18 Uhr Abends, dann hab ich Feierabend, falle ins Bett und stehe morgens um vier wieder auf. Man verpasst das Leben in dieser Zeit. Man lebt nur um zu arbeiten. Ich hasse mittlerweile Tomaten und das Geraeusch, dieses Bollern der Tomaten auf dem Fliessband, verfolgt mich in meinen Traeumen. Wenn ihr sehen koenntet, mit was fuer Fratzen wir da arbeiten muessen! Familie Flodders sit komplett vertreten. Ich hoffe ich kann die Atzen alle mal fotografieren, um sie euch vorzustellen.

Jetzt hab ioch erstmal wieder vier Tage frei. Mit Rueckenschmerzen und kaputten Fuessen. Und mir grauts jetzt schon wieder vor diesen Tomaten! Sie sind ueberall!

Aber es gibt gut Geld und sie drehen waehrend der Arbeit das RAdio laut auf, das lockert die Stimmung und laesst einen nicht total am Rad drehen =)

Sufjan Steven - Chicago

2 Kommentare 18.11.08 04:56, kommentieren

The pink devil und eine kleine Liebesgeschichte

Da faehrt man in das groesste Loch der Erde, an den Ort wo es nichts zu erleben gibt und genau von dort habe ich wohl am meisten zu erzaehlen. Aber ich lasse jetzt mal ein paar kleine Deatails raus, weil die Zeit zu knapp ist =) Also hier eine  knappe Zusammenfassung:

Mundubbera und seine Big Mandarin sind eine grosse Abzocke. Die Frai die nun die Mandarine leitet heisst Janet, von uns liebevoll the Pink devil genannt. Ein richtig falsche Schlange war das! Sie hat jeden gegen jeden ausgespielt und jeden Tag hiess es, dass die Weintrauben noch ein wenig brauchen. Nach einer Woche warten, wollte sie uns dann erst gar nicht aufs Feld stecken, weil wir Maedchen sind, wir haben dann gebetelt und es war ein grosses hin und her. Selbst die Farmer sagen von Janet, dass sie nur Jobs an die Leute verteilt, die sie mag. Sie erinnert mich da an eine Lehrerin aus Deutschland... Viele Diskussionen und am Ende sind wir einfach gefahren. Nach Bunderberg. Leider. Hier finden wir jetzt wahrscheinlich eher einen Job (wer hat eigentlich gesagt, dass es leicht sie hier einen Job zu finden?), aber nun sind zwei Herzen getrennt.

 

Lange Zeit viel Staub ueber mein Liebesleben und dann fliege ich 20.000km und lerne im groessten Nichts der Welt Gerald kennen. Immer wenn man es am wenigsten erwartet. Sozusagen Travor, von dem ich immer geredet hab. Und kaum finde ich ihn, muss ich schon wieder fahren. Er hat mich zu sich an die Kueste eingeladen und ich bete, dass ich nach der arbeit dahin fahren kann. Denn nur SMS und E-mail auf die Dauer ist ja nicht genug =) Daumendruecken, dass wir uns nochmal wiedersehen! Aber in Mundubbera haetten wir nicht bleiben koennen, schliesslich brauchen wir Geld. Das Leben kann so ungerecht sein. Die Trauben haetten einfach mal schneller reifen koennen, dann haetten wir mehr Zeit mit einander verbringen koennen =( Ich hasse Weintrauben! Und ich hasse auch Mandarinen!

 

Nun bin ich also in Bunderberg. Haben hier unsere Namen auf Wartelisten fuer Arbeit schreiben lassen und man sagt, dass wir Montag defintiv Arbeit haben. Waers glaubt... Gesa will zur Zeit ja eigentlich nur eins, hi hi =)

2 Kommentare 13.11.08 02:44, kommentieren

Und wir warten....

... und warten und warten und jeder Tag ist immer wieder der selbe. Mittlerweile, hat man sich aber eingelebt und sich mit seinen zukuenftigen Arbeitskollegen zusammengetan. Nun sitzt man jeden Abend zusammen und beklagt sein Mitleid. Wir haben die Idee diese grosse Mandarine anzufackeln, wenn wir mit arbeiten fertig sind. Ansonsten: Wir sind in Mundubbera, da passiert nichts. Ueberhaupt nichts.

10.11.08 03:19, kommentieren

Die grosse Mandarine

Wir sind angekommen in Mundubbera! Auf dem Citrus Country Caravan Park, mit der grossen Mandarine, in ihr befindet sich das Joboffice. Aber bei unserer Ankunft waren wir geschockt, als uns erst Mal zehn Rumaenen beglotzten. Als wir unsere Anmeldung dann ausgefuellt haben, kam unsere Erloesung um die Ecke: Lina und Franziska aus Koeln! Wir haben uns verbuendet gegen die Billiglohnlaender und unser kleines Campingdomiziel aufgebaut. Mundubbera hat nichts zu bieten, ausser einem ueberteuerten Supermarkt und Gott sei Dank Internet und Telefon. Wir werden nun doch keine Grapefruits picken sondern Grapes (Weintrauben). Die meiste Zeit verbringen wir sitzend auf unserem Plaetzchen und da man sich noch nicht lange kennt, gibts viel zu erzaehlen. Eine Koreanerin und ein Koreaner, der sich immer hinhockt wie ein Affe und nur am grinsen ist, und meinten, dass sich ihre Freunde wundern, wie man den ganzen Tag hier sitzen kann und sich unterhalten. Gleich mal wieder ein gutes Bild von den Deutschen abgeliefert. Und als wir ihnen dann noch erzaehlt haben, dass wir hier fuer sechs Monate sind und nur einen davon arbeiten und erst naechstes Jahr im Oktober anfangen wollen zu studieren, ahben wir Deutschland erst so richtig praesentiert, was? Und das erzaehlen wir Menschen (Koreanern und Rumaenen) die hier Arbeiten um zu Leben. Ooops! Entschuldigung! =)

Bis die Trauben reif sind dauert es noch ein wenig. In der zwischen Zeit gab es fuer uns vier, zwei Jobs, also haben wir aus jedem Zweiergespann einen ausgelost, der arbeiten geht. Sophia und Lina hats getroffen. Ab morgen muessen sie Insektenzeug um Melonen verspruehen.

 

Ansonsten noch nichts neues aus der Einoede!

2 Kommentare 4.11.08 06:21, kommentieren

Vom Erdboden verschluckt

Ich hoffe, der Boden wird sich nciht unter mir auftun, wenn wir nun arbeiten gehen =)

 

Unser Bus schien kaputt zu sein. Irgendwas mit dem Oel. Wir waren dann beim Mechaniker. Mir ging alles durch den Kopf, von 3000 $ fuer nen neuen Motor bishin zum Schrottplatz... aber es war einfach alles in Ordnung! Und der Mechaniker auch noch umsonst! Unser Bus ist ein wahres Goldstueck, mag gar nicht daran denken, dass wir ihn irgendwann verkaufen.

 

Wir haben Airlie Beach den Ruecken gekehrt und sind nun in Yeppoon. Ein wunderhuebsches verschlafenes Feriendoerfchen mit kilomert langen Sandstraenden und wunderschoener Kuestenlandschaft! Urlaub und erholung pur! Unser Caravanpark liegt direkt an einem See, an dem wir Abends sitzen und uns Schach beibringen, waehrend des Sonnenuntergangs und nur einen Hopps ueber die Strasse ist schon der Strand. Ein Stueckchen Paradies!

Vor zwei Tagen haben wir in Rockhampton halt gemacht und dem Kino einen Besuch abgestattet.

 

Da aber unser Geld schneller verschwindet, als uuns lieb fahrenw ir morgen zum arbeiten nach Mundaberra (oder so). Fruitpicking. Grapefriut. Solltet ihr euch also eine Grapefruit aus Australien kaufen, geniesst diese, denn ich hab sie dann mit viel Liebe gepflueckt =)

 Wenn wir in Mundaberra sind, werd ich wohl fuer kurze Zeit wie vom erdboden verschluckt sein, denn dort gibt es nichts. Sein geld muss man sich in einem Pub abholen, ich bete um ein Telefon! Oder einen Supermarkt, denn die naechste Stadt ist 50km entfernt und wir werden 6 Tage die Woche, den ganzen Tag arbeiten. Da wird frueh aufgestanden, gearbeitet in der Hitze und dann wird wieder geschlafen. Sklavenarbeit ich komme!

Wenn ich spaeter Millionaer bin, kann ich wenigstens sagen, dass ich weiss wie sich harte arbeit anfuehlt...

 

Also Daumendruecken, dass es doch dort die Moeglichkeit gibt ins Internet zu gehen! Wollte doch noch neue Bildchen zeigen =( Aber ich bekomme Geld, dass wird alles entschaedigen =)

 

Ausserdem wird mich die Arbeit von meinem Heimweh ablenken. Hoffe ich =) Also, falls iihr langer nichts von mir hoert (ich hoffe das ist nciht der Fall): Vergesst mich nicht! Ich pfluecke nur schnell ein paar Grapefruits, ja?

Lieb euch alle ganz ganz doll und vermisse euch so unvorstellbar! Ich druecke und kuesse euch und hab euch immer im Herzen!

31.10.08 06:05, kommentieren

Aus Kirsten wurde Dunst

"Wir werden Dinge sehen, die nicht jeder sieht!"

 

"Meer haben wir noch ueberall!"

 

"Das ist auch nicht so touristisch!"

 

Das ist noch gar nicht lange her, das wir diese Worte gesagt haben und schon sind wir in Airlie Beach, bei Sonne, Strand und Meer =) Aber von vorn:

 

Miles

War unser erster Stop. Hier haben wir in einem CaravanPark uebernachtet, indem Bunker aus dem 2. WK zu kleinen Uralubsresidenzen umgebaut wurden. Ein komisches Gefuehl, wenn man weiss, dass sie zum Schutz vor Bomben gebaut wurden und jetzt wirken sie so idylisch... Am naechsten Tag besuchten wir die Historical Village. Hier wurde ein Dorf aus dem 19. Jhd nachgebaut. Schule, Kirche, Krankenhaus, einfacj alles. Man bekam einen guten Eindruck ueber die damalige Zeit! War wirklcih interessant. Das kleine Museum dazu wirkte zwar eher wie "Hey, wir machen ein Museum, habt ihr noch was auf dem Dachboden?" aber es war ja nicht sehr gross und wir glaubten wirj\klich etwas besonderes gesehen zu haben...

 

Roma

Auf dem Weg nach Roma fuhren wir durch viele kleine Staedte die auf ihre Historical Village verwies. Da haben wir echt was besonderes gemacht und ueberhaupt nicht touristisch...

Hier wollten wir das Big Rig besuchen. Oel Museum. Als wir einkaufen gingen, sah ich eine Frau auf ihrer Verabde, den Kopf verzweifelt nach unten gebeugt und eine Zigarette in der Hand. Ich konnte sie verstehen. In Roma zu leben haette mcih auch verbittert gemacht. Da gibts neamlich ncihts. Wir lagen Abends in unserem Bus und redeten ueber die Frau und entdeckten unsere Sehnsucht nach der Kueste und entschieden die Reiseroute abzubrechen und wieder uns zum Meer zubegeben =)

 

Von Roma auf Richtung Kueste

Naja, in Roma haben wir getankt, allerdings nicht voll, weil zu teuer und wir wollten an einer billigen volltanken. So fuhren wir los durch die MiddleOfNowhere. Keine Tankstelle. Und der Tank wurde immer leerer. "DA kommt keine Tankstelle mehr, laut Karte", meinte Sophia. "UNd wir nur noch 20km mit dem Tank.", sagte ich. "Die naechste Stadt ist aber 40km entfernt!"

PANIK!

Um uns herum war die pure Wueste mit ein paar Baeumchen. Und ann tauchte vor uns ein Caravan mit Benzinkanistern auf. Auf unseren letzten Tankrest ueberholten wir ihn, fuhren vor und blieben dann auch schon liegen. Sophia sprang aus dem Bus und winkte den Caravan heran. Da hatten wir wirklcih Glueck im Unglueck =)

ER: Was ist passiert?"

WIR: "Unser Tank ist leer."

ER: "Nicht vollgetankt?"

WIR: "In Deutschland gibts auf der Autobahn alle par Kilometer eine Tankstelle."

ER: "Hier nicht." (Wirklich, das hatte ich noch gar nciht bemerkt) und dann sagte er noch:

"Australien ist ein grosses Land!" (Erzaehl Geschichten)

Er hielt sich fuer unglaublich witztig, aber er hatte uns ja schlisslich gerettet, er durft also =)

 

Nach zweit Tagen fahrt sind wir nun gut in Airlie Beach angekommen. Wunderschoen hier. Nur die Backpacker stoeren. Wir sind auch welche? Never! Ich dusche taeglich, habe noch einen gewissen Grad an Klamottenstil behalten, laufe nciht den ganzen Tag Barfuss und spiele nur noch auf meiner Gitarre. Sie sind ueberall! Und deutsch, nein noch besser, aus dem Osten. Ueberall Ossis! Da haben wir denen Geld fuer den Wiederaufbau gegeben und die schicken ihre Kinder nach Australien. (Mama, liest Tante Kerstin den Blog? Dann muss ich die Passage wieder loeschen =)

 

Jetzt reisen wir wieder die Kueste runter. Aber wir koennen sagen, wir waren im Innerland! Und es war echt eine Erfahrung wert. Wollte schon immermal mitten in der Pampa stehen bleiben. Jetzt hab ichs mal erlebt und wir sind auch noch gut dabie weggekommen. Ab jetzt tanken wir immer und ueberall!

 

 

22.10.08 09:30, kommentieren