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Die grosse Mandarine

Wir sind angekommen in Mundubbera! Auf dem Citrus Country Caravan Park, mit der grossen Mandarine, in ihr befindet sich das Joboffice. Aber bei unserer Ankunft waren wir geschockt, als uns erst Mal zehn Rumaenen beglotzten. Als wir unsere Anmeldung dann ausgefuellt haben, kam unsere Erloesung um die Ecke: Lina und Franziska aus Koeln! Wir haben uns verbuendet gegen die Billiglohnlaender und unser kleines Campingdomiziel aufgebaut. Mundubbera hat nichts zu bieten, ausser einem ueberteuerten Supermarkt und Gott sei Dank Internet und Telefon. Wir werden nun doch keine Grapefruits picken sondern Grapes (Weintrauben). Die meiste Zeit verbringen wir sitzend auf unserem Plaetzchen und da man sich noch nicht lange kennt, gibts viel zu erzaehlen. Eine Koreanerin und ein Koreaner, der sich immer hinhockt wie ein Affe und nur am grinsen ist, und meinten, dass sich ihre Freunde wundern, wie man den ganzen Tag hier sitzen kann und sich unterhalten. Gleich mal wieder ein gutes Bild von den Deutschen abgeliefert. Und als wir ihnen dann noch erzaehlt haben, dass wir hier fuer sechs Monate sind und nur einen davon arbeiten und erst naechstes Jahr im Oktober anfangen wollen zu studieren, ahben wir Deutschland erst so richtig praesentiert, was? Und das erzaehlen wir Menschen (Koreanern und Rumaenen) die hier Arbeiten um zu Leben. Ooops! Entschuldigung! =)

Bis die Trauben reif sind dauert es noch ein wenig. In der zwischen Zeit gab es fuer uns vier, zwei Jobs, also haben wir aus jedem Zweiergespann einen ausgelost, der arbeiten geht. Sophia und Lina hats getroffen. Ab morgen muessen sie Insektenzeug um Melonen verspruehen.

 

Ansonsten noch nichts neues aus der Einoede!

2 Kommentare 4.11.08 06:21, kommentieren



Und wir warten....

... und warten und warten und jeder Tag ist immer wieder der selbe. Mittlerweile, hat man sich aber eingelebt und sich mit seinen zukuenftigen Arbeitskollegen zusammengetan. Nun sitzt man jeden Abend zusammen und beklagt sein Mitleid. Wir haben die Idee diese grosse Mandarine anzufackeln, wenn wir mit arbeiten fertig sind. Ansonsten: Wir sind in Mundubbera, da passiert nichts. Ueberhaupt nichts.

10.11.08 03:19, kommentieren

The pink devil und eine kleine Liebesgeschichte

Da faehrt man in das groesste Loch der Erde, an den Ort wo es nichts zu erleben gibt und genau von dort habe ich wohl am meisten zu erzaehlen. Aber ich lasse jetzt mal ein paar kleine Deatails raus, weil die Zeit zu knapp ist =) Also hier eine  knappe Zusammenfassung:

Mundubbera und seine Big Mandarin sind eine grosse Abzocke. Die Frai die nun die Mandarine leitet heisst Janet, von uns liebevoll the Pink devil genannt. Ein richtig falsche Schlange war das! Sie hat jeden gegen jeden ausgespielt und jeden Tag hiess es, dass die Weintrauben noch ein wenig brauchen. Nach einer Woche warten, wollte sie uns dann erst gar nicht aufs Feld stecken, weil wir Maedchen sind, wir haben dann gebetelt und es war ein grosses hin und her. Selbst die Farmer sagen von Janet, dass sie nur Jobs an die Leute verteilt, die sie mag. Sie erinnert mich da an eine Lehrerin aus Deutschland... Viele Diskussionen und am Ende sind wir einfach gefahren. Nach Bunderberg. Leider. Hier finden wir jetzt wahrscheinlich eher einen Job (wer hat eigentlich gesagt, dass es leicht sie hier einen Job zu finden?), aber nun sind zwei Herzen getrennt.

 

Lange Zeit viel Staub ueber mein Liebesleben und dann fliege ich 20.000km und lerne im groessten Nichts der Welt Gerald kennen. Immer wenn man es am wenigsten erwartet. Sozusagen Travor, von dem ich immer geredet hab. Und kaum finde ich ihn, muss ich schon wieder fahren. Er hat mich zu sich an die Kueste eingeladen und ich bete, dass ich nach der arbeit dahin fahren kann. Denn nur SMS und E-mail auf die Dauer ist ja nicht genug =) Daumendruecken, dass wir uns nochmal wiedersehen! Aber in Mundubbera haetten wir nicht bleiben koennen, schliesslich brauchen wir Geld. Das Leben kann so ungerecht sein. Die Trauben haetten einfach mal schneller reifen koennen, dann haetten wir mehr Zeit mit einander verbringen koennen =( Ich hasse Weintrauben! Und ich hasse auch Mandarinen!

 

Nun bin ich also in Bunderberg. Haben hier unsere Namen auf Wartelisten fuer Arbeit schreiben lassen und man sagt, dass wir Montag defintiv Arbeit haben. Waers glaubt... Gesa will zur Zeit ja eigentlich nur eins, hi hi =)

2 Kommentare 13.11.08 02:44, kommentieren

Angriff der Killertomaten

Kaum zwei Stunden nach meinem letzten Blogeintrag, bekamen wir einen anruf und auch einen Job. Tomatenpacking. Ich dachte: Geil, nicht in der Mittagshitze auf dem Feld, nur am Fliessband stehen und Tomaten einpacken. ICH DACHTE! Mittlerweile habe ich schon vier Arbeitstage hinter mir und es ist der blancke Horror! Stupide Arbeit, die auf Koerper uns Seele wirkt. Richtig stupide Arbeit ist das!

Ich muss also jeden morgen um 06 Uhr anfangen und dann beginnt mein 12 Stunden Tag. Richtig, ich stehe 12 Stunden vor den Sheds und dann push ich den Button und die Tomaten fallen in den Karton, dann werden die beschissenen rausgesucht, Karton beschriftet und dann wieder von vorne. Klingt einfach, ist es aber nicht, denn die Tomaten kommen am laufenden Band ohne Pause, man kann sich keine Minute ausruhen. Nach 2 1/2 Stunden gibts dann immer eine Pause und glaubt mir, 2 1/2 Stunden koennen lang sein. Man packt hunderte Kartons und glaubt eine halbe Stunde sei vergangen, aber es sind dann meistens nur 2 Minuten. Und wenn man dann Pause hat (die im uebrigen schnell vergehen) weiss man, dass man gleich die selbe Scheisse nochmal so lang durchhalten muss. Bis 18 Uhr Abends, dann hab ich Feierabend, falle ins Bett und stehe morgens um vier wieder auf. Man verpasst das Leben in dieser Zeit. Man lebt nur um zu arbeiten. Ich hasse mittlerweile Tomaten und das Geraeusch, dieses Bollern der Tomaten auf dem Fliessband, verfolgt mich in meinen Traeumen. Wenn ihr sehen koenntet, mit was fuer Fratzen wir da arbeiten muessen! Familie Flodders sit komplett vertreten. Ich hoffe ich kann die Atzen alle mal fotografieren, um sie euch vorzustellen.

Jetzt hab ioch erstmal wieder vier Tage frei. Mit Rueckenschmerzen und kaputten Fuessen. Und mir grauts jetzt schon wieder vor diesen Tomaten! Sie sind ueberall!

Aber es gibt gut Geld und sie drehen waehrend der Arbeit das RAdio laut auf, das lockert die Stimmung und laesst einen nicht total am Rad drehen =)

Sufjan Steven - Chicago

2 Kommentare 18.11.08 04:56, kommentieren

The worm is supposed to be in

Man kann die vier freien Tage kaum geniessen, wenn mna wieder an die arbeit denkt, aber ich geb mein bestes =)

Letztens haben wir sogar Paparika sortiert. Was eine wunderbare Abwechslung! Aber genauso beschissen. Wobei ich mittlerweile an die Tomaten gewoehnt habe. Traurigerweise ist sogar Routine in meine Handgriffe gekommen... Gott, lass mcih nciht verbloeden!

 

Aber Sophia und ich haben uns entschieden nur noch eine Vier-Tageschicht zu arbeiten und dann weiter zu reisen =) Will nicht die Zeit hier verplaempern und Geldmaessig ist es auch erstmal entspannt. Also gehts hier endlich weg in einer Woche, dann wollen wir die Town of 1770 bestaunen, Fraser Island erkunden und dann hoffentlich Gerald besuchen =)

Gerald wohnt in Coloundra, direkt an der Sunshine Coast und hat uns zu sich eingeladen. Will mir sogar das surfen beibringen. Lustiger Weise denkt er, dass Sophia und ich nicht schwimmen koennen, weil Sophia gemeint hat, dass sie nicht so gut Luft beim schwimmen bekaeme. Das Missverstaendniss muss ich unbedingt aus der Welt schaffen. Nur weil ich aus Deutschland komme, bin ich noch lange kein Hintlerwaeldler!

Ich ahbe ihn vorkurzem gefragt wie schlimm mein Englisch sei. Ich zitiere: "Your english is fine I understand everything." Hmm, ist klar. Ist wie: "Ja ist ok." Ich habe ihm dann von Frau Hoeppe erzaehlt, hab sogar das Hugh-Grant-Verhalten und MC Donalds Frisur erwaehnt! Moechte Frau Hoeppe an dieser Stelle fuer ihren wunderbaren Unterricht danken, denn beinahe alles, was wir bei ihr  gelernt haben, ueber Australien, kann ich mittlerweile wiederlegen. Aber scheint ja keinen beim Abeitur gestoert zu haben =) Ich sollte ihr vielleicht mal eine E-mail schreiben...

Hab sogar mein erstes Telefongespraech mit ihm ueberlebt. Auf Englisch! Ja, da war cih stolz auf mich. Habe zwar zwischen durch fuer eineige Lacher gesorgt, aber er mag das wohl =)

 

Nun gut meine Lieben, meine Schwester hat mir Bilder aus dem verschneiten Deutschland geschickt. Es ist so komisch Schnee zu sehen, vorallem, wenn man edenkt, dass schon lange kein richtiger Schnee mehr in Deutschland gelegen hat. Will Schlittenfahren! Die Erderwaermung zeigt nun also doch ihre Auswirung. Uebrigens wundert es mich ueberhaupt nciht mehr, dass sich hier die Ozonschicht verabschiedet hat. Ich haette mcih auch verpisst!Die lassen hier einfach ihr Auto laufen. Als wir Z.B unsere keline Autopanne hatten, hat uns ja ein netter Herr das Autro mit Benzin gefuellt und einfach dabei mal 12min sein Autolaufen lassen. Das machen hier alle so! Unglaublich. Verkehrte Welt.

 

Wenn ich wieder da bin gibts ne ordentliche Schneeballschlacht, ja?

 

5 Kommentare 27.11.08 03:34, kommentieren